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BSU will keine Sportboot-Unfälle mehr untersuchen

Fachverband Seenot-Rettungsmittel gegen BSU-Pläne

Ralf-Thomas Rapp ist Vorsitzender des Fachverbandes Seenot-Rettungsmittel.

Fachverband Seenot-Rettungsmittel (FSR):
"
BSU muss auch weiterhin Sportboot-Unfälle untersuchen "

Köln (SP) Mit Bedauern und Kritik hat der Fachverband Seenot-Rettungsmittel e. V. (FSR) auf die Entscheidung der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) reagiert, künftig keine Unfälle mit Sportbooten mehr zu untersuchen. „Wir halten eine unabhängige Untersuchung von Unglücken auch im Wassersportbereich für unverzichtbar“, sagte FSR-Vorsitzender Ralf-Thomas Rapp. Seine Folgerung: „Wir halten die Entscheidung, die Belange der Sportschifffahrt jenen der Berufsschifffahrt nachzuordnen, für untragbar. Wir fordern Ministerium und Politik auf, der BSU die notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um die unverzichtbare Arbeit zu leisten.“

Grund für die künftige Bevorzugung von Unfällen in der Berufsschifffahrt ist die Umsetzung einer EU-Richtlinie in nationales Recht. Künftig hat das BSU mehr Untersuchungen und Voruntersuchungen zu leisten – laut Behörde allerdings bei gleichem Personalbestand. Da Sportboot-Unfälle nicht in der Richtlinie enthalten seien, soll in diesen Fällen nach Angaben von BSU-Direktor Jörg Kaufmann nur dann ermittelt werden, wenn die Mitarbeiter nicht durch Berufsschifffahrts-Untersuchungen gebunden sind.

Ralf-Thomas Rapp erinnerte im Gegenzug daran, dass die Bundesrepublik aus eigenem Verantwortungsbewusstsein mehr tun könne, als nur Brüsseler Anordnungen umzusetzen. Das sei auch auf anderen Gebieten, wie beispielsweise der Gleichstellung benachteiligter Menschen, bereits geschehen.

Der FSR-Vorsitzende gibt zu bedenken, dass nur ein amtlicher Bericht über den Hergang und die Ursachen eines Unfalls eine belastbare Gesprächsgrundlage darstellt. „Ohne diese Sicherheit der Faktenlage könnte der wahre Hergang verzerrt oder falsch dargestellt und kommuniziert werden. Das würde einer Legendenbildung Vorschub leisten und womöglich zu falschen Schlüssen in Wassersportkreisen führen“, sagte Rapp. Gerade, wenn Rettungsmittel oder Ausrüstung im Spiel sein könnten, müsse eindeutig geklärt sein, welche Ursachen zu welchen Folgen geführt haben.

Rapp kündigte an, sowohl bei der BSU beziehungsweise beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung die Notwendigkeit zur Beibehaltung der jetzigen Untersuchungspraxis zu drängen, als auch die Problematik bei den politischen Entscheidern vorzubringen.

Info: Im FSR haben sich 14 führende deutsche Unternehmen - Hersteller und Importeure von Seenot-Rettungsmitteln - zusammengeschlossen, deren Ziel es ist, die Sicherheit auf dem Wasser zu verbessern. Informationen rund um das Thema Seenot-Rettungsmittel und das Verhalten auf dem Wasser erteilt der FSR, Gunther-Plüschow-Straße 8, 50829 Köln, Telefon: 0221/595710 sowie unter www.fsr.de.com



(c) Q-Visions Media Andrea Quaß