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Der elektronische Strohhalm

So funktioniert der Crewwatcher

Neue PLB: MOB-Alarm für Smarthone/iPhone

Neu: PLB-MOB-Sender, der einen Alarm mit Position auf dem Smartphone auslöst.

Neu: PLB-MOB-Sender, der einen Alarm mit Position auf dem Smartphone auslöst.

Ein Niederländer hat ein einfaches und kleines MOB-System namens Crewwatcher PanPan entwickelt: Ein Sender schlägt bei Wasserkontakt via Bluetooth und einer App Alarm auf dem Smartphone. Dort wird Position, Richtung und Entfernung angezeigt. Vorteile: kein Plotter mit AIS nötig, schnellere Alarmierung als mit üblichen AIS-MOB-Geräten, die schon mal ein paar Minuten brauchen. Kosten: etwa 95 Dollar. Ideal für kleine Boote und Chartercrews.

Infos: https://crewwatcher.com/

boot: drei neue AIS-MOB-Sender

Neuheit der boot Düsseldorf: AIS-Notsender der Firma FT-TEC, ab 379 Euro. Mehr. Neuheit der boot: Mobi1 Rescue Me der Firma Ocean Signal, etwa 300 Euro, sehr klein, sendet 24 Stunden AIS- und DSC-Notsignale. Auch Weatherdock hat auf der boot einen Mini-AIS-Seenotsender (PLB, Personal Locator Beacon) für die Rettungsweste vorgestellt. Mehr.

Neu: PLB für die Rettungsweste mit AIS und DSC

Der MOB1 rescue Me von Ocean Signal sendet neben den beiden AIS-Frequenzen auch auf Kanal 70 und löst dort einen DSC-Alarm aus.

Der MOB1 Rescue Me von Ocean Signal sendet neben den beiden AIS-Frequenzen auch auf Kanal 70 und löst dort einen DSC-Alarm aus.

Düsseldorf (SP) Der MOB1 Rescue Me von Ocean Signal, kaum größer als eine dicke Zigarre, wurde auf der boot vorgestellt. Es sei der derzeit kleinste AIS-MOB-Sender für die Rettungsweste, so der Hersteller. Und: der MOB1 sendet neben den beiden AIS-Frequenzen auch auf Kanal 70 und löst dort einen DSC-Alarm aus. Er sendet 24 Stunden mit einem Watt Leistung. Die Batterie hält sieben Jahre. Die DSC-Funktion kann auf einen bestimmten Empfänger selbst programmiert werden. Etwa 300 Euro.

Alle Neuheiten der boot 2015 bei
Yachtfernsehen.com.

easyRescue sendet Notsignale für AIS

Der Notsender easyRescue sendet auf der AIS-Frequenz, die von der Berufsschiffahrt und von SAR-Einheiten sowie Behördenfahrzeugen, aber auch mittlerweile vonvielen Yachtskippern empfangen wird.

Düsseldorf (SP) Auf der boot 2010 in Düsseldorf wurde ein neuartiger Seenotsender vorgestellt: Der easyRESCUE ist ein für die Seenotrettung zugelassener Notsender für das AIS-System. Der easyRESCUE sendet nach Initialisierung ein AIS Not-Telegramm aus, welches von allen AIS-Geräten (Class A und Class B) empfangen werden kann. Zudem ist das Gerät mit einem integrierten, exakten und schnellen GPS der neuesten Generation ausgestattet. Die „Live“ Position der verunglückten Person wird über AIS am PC oder am Plotter sichtbar. Somit lässt sich durch jedes Schiff (Berufsschifffahrt, Behördenfahrzeuge, SAR, etc.), welches AIS an Bord hat, eine Rettungsaktion einleiten.

Was ist nötig, um den easyRESCUE auszulösen?

"Führen Sie den easyRESCUE einfach am Schwimmwestengürtel oder an der Schwimmweste in einer Schlaufe mit. Der easyRESCUE wird durch einen Tastendruck aktiviert. Um die Position der über Bord gegangenen Person am PC oder am Plotter anzuzeigen, ist ein an den PC oder Plotter angeschlossener AIS Empfänger oder ein AIS Transponder notwendig." So heißt es beim Hersteller Weatherdock AG, Nürnberg.

SPOT - Satellite Personal Tracker

GPS-Empfänger und Notsender für Satelliten.

September 2008: Neues Satelliten gestütztes Alarmierungssystem - SPOT

Ratingen (SP) Eher etwas für Oudoor-Fans: SPOT (Satellite Personal Tracker), ist ein kleines Handgerät, das GPS-Daten empfängt und per Tastendruck Notsignale mit der Position oder Tracking-Daten für Google-Earth oder vorgefertigte SMS oder E-Mails via Satellit verschickt. Die Zentrale ist in den USA: GEOS International Emergency Response Centre. Das alarmiert im Notfall die vorher abgestimmten Behörden oder Angehörigen.

Es eignet sich nach Herstellerangaben für alle Outdooraktivitäten, ist allerdings nicht ans GMDSS (!) angeschlossen.

Das wasserdichte und 209 Gramm leichte Gerät, das vier Tasten hat (Alarm, Hilfe, Check, Tracking) kann mit zwei Lithium-Migonzellen sieben Tage lang alle fünf Minuten einen Notruf absenden. Pro Jahr kostet der Betrieb etwa 100 Euro. Es gibt auch einekostenpflichtige Tracking-Funktion, die den Daheimgeblieben die Route via Google Earth zeigt.

Infos: www.findmespot.com.

EPIRB KANNAD 406 XS-3

EPIRB KANNAD 406 XS-3.

Drei Systeme - drei Frequenzen

EPIRB - sie sendet automatisch ein Notsignal zum C

Es gibt im GMDSS-System drei Arten von Seenotfunkbaken (EPIRB=Emergency Position Indicating Radio Beacon), die nicht nur per Funk Alarm auslösen, sondern auch eine Ortung ermöglichen oder sogar den (GPS-)Ort via Satellit der zuständigen Seenotleitstelle (MRCC, Maritime Rescue Coordination Center) übermitteln. Neben zwei EPIRB-Systemen gibt es als noch den Radartransponder (SART, Search and Rescue Radar Transponder). Er wirft "wirft" ein Notsignal auf Radarschirme anderer Schiffe.

Das sind die Not-Frequenzen der EPIRB's:

121,5 MHz = Flugfunk-Notfrequenz (Satelliten-Auswertung Dienst wurde am 1. Februar 2009 eingestellt, siehe unten) Sie wird von der zivilen Fliegerei, SAR-Einheiten und noch von COSPAS/SARSAT-Satelliten "abgehört". Normale Schiffahrt: Fehlanzeige.

Satelliten können das analoge Signal, das höchstens eine Kennung enthält, allerdings nur mit dem Doppler-Verfahren orten. Die Angaben über die Genauigkeit schwanken stark: Sie reichen von zehn Seemeilen bis hin zu Flächen von mehreren hundert Quadratseemeilen. Die Genauigkeit ist abhängig von der Frequenzstabilität des Senders, die bei den Billig-Geräten meist nicht gut sein dürfte. Die Position wird aber nicht gepeichert, sondern mit dem Alarm nur direkt an die nächste Bodenstation (LUT, Local User Terminal, weltweit gibt es 38) weitergeben.

Das heißt im Klartext: Nur wenn Funk (=Sicht-)Verbindung zwischen Sender, Satellit und Bodenstation besteht, klappt's auch mit dem Alarm. Das sind in der Praxis etwa 2500 Kilometer Radius: Da klaffen schon auf dem südlichen Atlantik Lücken. Ein empfangener Alarm wird an das zuständige MRCC weitergegeben. Die US-Küstenwache spricht von einer etwa 98-prozentigen Fehlalarmquote.

Fazit: Als alleiniges System für Hochseeyachten sind Notsender auf 121,5 MHz ungeeignet. Höchstens als Hilfsgerät fürs Homing, d.h. dem Zielanflug für SAR-Einheiten geeignet. Oder zur Mitnahme in die Rettungsinsel. Aber die üblichen EPIRB senden meist ebenfalls auch auf 121,5 MHz.

Aber für die Peilung durch SAR- und Behördenfahrzeuge sowie Küstenfunkstellen reicht auch ein normales oder mobiles UKW-Funkgerät. Zweimal hintereinander nach der Aufforderung "Senden Sie den Träger" jeweils zehn Sekunden auf UKW-Kanal 16 (156,8 Mhz) die Sprechtaste drücken.

ACHTUNG: Laut Cospas-Sarsat wurde der Betrieb der Satellitenauswertung des Alarmierungssystems auf den Flugfunknotfrequenzen 121.5/243 MHz zum 1. Februar 2009 eingestellt.

Ab 2009 werden ausschließlich 406 MHz Satelliten- Notrufbaken durch das Cospas-Sarsat Satellitensystem unterstützt. Das betrifft alle im maritimen Bereich zur Anwendung kommenden Baken (EPIRBs), alle Luftfahrt-Baken (ELTs) und alle personenbezogenen Baken (PLBs). Die zusätzliche Ausstrahlung von 406 MHz Baken auf der Frequenz 121,5 MHz wird weiterhin zur Peilung des Standortes (Homing Device) durch SAR-Einheiten genutzt.

Siehe auch COSPAS-SARSAT.

Standard: Die 406-Mhz-Notfunkbake

406-MHz-EPIRB von ELNA.

Nur EPIRB's, die auf 406 MHz arbeiten, alarmieren seit 1. Februar 2009 Satelliten. Sie übermitteln digitale Notrufe inklusive MMSI-Nummer, eine andere Kennung und auch, je nach Gerät, eine GPS-Positon an COSPAS/SARSAT-Satelliten.

Einfache EPIRB's ohne GPS können von diesen Satelliten im Doppler-Verfahren geortet werden. Signale werden gespeichert und beim nächsten LUT-Überflug weitergegeben.

* Genauigkeit, je nach Verfahren: bis etwa 50 sm
* Dauer bis zur Alarmierung des MRCC: bis zu etwa vier Stunden Stunden
* Abdeckung: fast weltweit

Was steckt hinter COSPAS-SARSAT?

Das "International COSPAS-SARSAT Programme Agreement" wurde am 1. Juli 1988 in Paris von der damaligen Sowjetunion, den USA, Kanada und Frankreich gegründet. Mittlerweile sind dem Programm viele weitere Länder beigetreten, und von 1982 bis 2004 wurden durch das COSPAS – SARSAT - System insgesamt 17.117 Personen in 4.851 SAR-Einsätzen gerettet. Die russische Abkürzung COSPAS steht für Cosmicheskaya Sistyema Poiska Avariynich Sudow (Weltraumsystem für die Suche nach Schiffen in Seenot); die englische Abkürzung SARSAT bedeutet Search and Rescue Satellite - Aided Tracking (Satellitenortungssystem für den Such- und Rettungsdienst).

Dazu navtec GmbH:

"Die Satelliten berechnen und speichern die ermittelte Position der EPIRBs und senden diese Position wenn sie eine Bodenstation überfliegen. Durch die umlaufenden Satelliten erreichen 406-MHz-EPIRBs eine globale Erfassung. Die 406 MHz EPIRB sollte mit dem Namen des Wasserfahrzeugs, MMSI, etc. programmiert werden. Dies ermöglicht den SAR Kräften eine Identifizierung des Havaristen."

COSPAS/SARSAT Transponder sind Nutzlasten von Wettersatelliten der USA, Rusland, Frankreich und Kanada. Das Prinzip der Positionsbestimmung über die Messung der Dopplerverschiebung des Empfangssignals bleibt beim COSPAS/SARSAT 406-MHz System erhalten, jedoch verwenden COSPAS/SARSAT EPIRBs hoch genaue Oszillatoren, sogenannte OCXOs (oven controlled crystal oscillators). Die hierdurch verbesserte Doppler Messung reduziert, in Abhängigkeit von der Satellitenposition und der Abdrift des Schiffes, den Positionsfehler auf 1 bis 50 NM.

COSPAS/SARSAT Satelliten nutzen eine niedrige Umlaufbahn über die Pole. COSPAS/SARSAT EPIRBs verwenden ebenfalls einen Datensatz mit Schiffsnamen, Rufzeichen, etc. Diese EPIRBs müssen mit den Daten programmiert werden und ermöglichen im Notfall eine Identifikation des Fahrzeugs. Durch COSPAS/SARSAT konnte die Anzahl der Fehlalarme deutlich reduziert werden, sie ist jedoch immer noch sehr hoch. Ein großer Nachteil von Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen bleibt jedoch, dass der Notruf erst abgesetzt werden kann, wenn ein Satellitenaufgang erfolgt ist. In Abhängigkeit vom Breitengrad kann dies jedoch u.U. Stunden dauern.

Die große Frequenzstabilität des 406 MHz EPIRBs Signals führt zu Fehlern bei der Positionsbestimmung von 1 bis 50 NM. Ein exakter Wert kann wegen der unbekannten und veränderlichen Geometrie zwischen EPIRB und Satelliten Umlaufbahn nicht angegeben werden.

Aufgrund der Nutzung von Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen muss der Nutzer mit Verzögerungen von 15 Minuten bis 4 Stunden bei der Übermittlung des Notrufs an die SAR rechnen.

COSPAS/SARSAT EPIRBs wie die navtec global-C plus EPIRB können mit GPS-Empfängern ausgerüstet sein. Dadurch wird die Positionsbestimmung wesentlich verbessert. Weiterhin kann das System zukünftig durch geostationäre Satelliten (GEOSAR) verbessert werden. Auch wenn die GEOSAR Satelliten verfügbar sind, wird die mangelhafte Abdeckung erhalten bleiben, da die Geometrie zwischen GEOSAR Satellit und COSPAS-SARSAT EPIRB Antennendiagramm zum Datenverlust führen kann."

Nur der Vollständigkeit halber

Das Inmarsat-E/E+ System (1,6 GHz- L-Band-Bake) wurde zum 1.12.2006 abgeschaltet.
Für diesen Dienst konnten insgesamt nur 1300 Kunden gewonnen werden, davon weniger als 100 aus der ausrüstungspflichtigen Schifffahrt (SOLAS-Schifffahrt). Inmarsat Global Ltd. bot allen bisherigen Nutzern von Inmarsat E den kostenlosen Umtausch ihrer Notfunkbake in eine COSPAS/SARSAT-Bake mit integriertem GPS an.


Radartransponder - SART

SART (Search And Rescue Transponder) sind Seenot-Radarantwortbaken. Sie besitzen einen Breitbandempfänger und - sender im Radar-Band (X-Band: 9,2 bis 9,5 GHz).
Bei Aktivierung (nur im Notfall) senden sie bei Empfang eines Radarsignals einen Code: Der erzeugt auf dem Schirm ab der Position eine Reihe von zwölf Punkten, ähnlich wie bei RACON.

* Reichweite: zehn sm bei einer SART-Höhe von einem Meter (z.B. in der Rettungsinsel) und einer Radarantennenhöhe von 15 Metern.
* Gewicht: ein kg
* Sendedauer: acht Stunden

Nachteil: Die SART-Notsignale werden auf den Schirmen der modernen Broadband-Radargeräte ebenso wie RACON nicht angezeigt.

SART Seenot-Radartransponder

SART - Radartransponder für den Notfall.

SART - Seenot-Transponder für Radar

Bei Aktivierung senden SART bei Empfang eines Radarsignals einen Code: Der erzeugt auf dem Schirm ab der Position eine Reihe von zwölf Punkten, ähnlich wie bei RACON. (c) Simrad

Bei Aktivierung senden SART bei Empfang eines Radarsignals einen Code: Der erzeugt auf dem Radarschirm ab der Position eine Reihe von zwölf Punkten, ähnlich wie bei RACON.

SART (Search And Rescue Transponder) sind Seenot-Radarantwortbaken. Sie besitzen einen Breitbandempfänger und - sender im Radar-Band (X-Band: 9,2 bis 9,5 GHz).
Bei Aktivierung (nur im Notfall) senden sie bei Empfang eines Radarsignals einen Code: Der erzeugt auf dem Schirm ab der Position eine Reihe von zwölf Punkten, ähnlich wie bei RACON.

* Reichweite: zehn sm bei einer SART-Höhe von einem Meter (z.B. in der Rettungsinsel) und einer Radarantennenhöhe von 15 Metern.
* Gewicht: ein kg
* Sendedauer: acht Stunden

Nachteil: Die SART-Notsignale werden auf den Schirmen der modernen Broadband-Radargeräte ebenso wie RACON nicht angezeigt.

Gerätetest

Wie teste ich meine EPIRB?

Im Handbuch Suche und Rettung der Marineflieger wird für Tests folgendes Verfahren empfohlen:

* Test der Geräte mit den Frequenzen 121,5 und 243,0 MHz nur innerhalb der ersten 5 Minuten nach jeder vollen Stunde für max. 10 Sekunden.

* Geräte mit den Frequenzen 406 MHz dürfen gem. NFL Teil II, 55/06 und gem. AIP ausschließlich in der Testkodierung überprüft werden.

* Unter besonderen Umständen kann nach vorheriger Absprache mit SAR-Leitstelle Münster Tel.: 0251-135757 eine Ausnahme erreicht werden.

- Ansonsten erfolgt eine scharfe Auslösung.



(c) Q-Visions Media Andrea Quaß