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Wie gefährlich ist Einhandsegeln?

erwin08 (29.12.2009 15:03)
Wieder hat's einen Solosegler erwischt: Er wollte mit seinem Kielboot nach Helgoland. Mehr bei Sailpress.com, Seenot/News.



benni (12.07.2009 23:14)
Au, ja: Diskussionen sind immer toll. Kenne ich noch aus meiner Anfangszeit als Skipper. Leider merkt jeder Anfäger, ob der Skip selbst ein Greenhorn ist - einer ist immer dabei, der alles besser weiß. Passiert mir aber nach über 20 Jharen Segelei glücklicherweise nicht mehr. Auch bei uns gilt: Safety first.

Gerd (08.07.2009 23:36):
Ob Einhandsegeln oder eine crew, der Rspekt vor dem Wasser und dem Wind sollte immer sein.
Schlimm ist immer wider, wenn Segler, die auf kleinen Baggerseen ihr Revier haben, sich überschätzen, oder die Crew zwar stark besetzt ist, aber bei Manövern mit dem Skipper diskutieren - dann doch lieber Einhand.
Ab 3 Bft Rettungsweste und -leine!

besserwissersegler (26.05.2009 00:10)
Tipps für Einhandsegler? Vielleicht diese hier (ich segle nie allein, macht doch keinen Spaß...):

Immer Rettungweste tragen und einpicken. "Leichenfänger" (Laufleinen) back- und steuerbords anbringen und auch benutzen. Vor jedem Törn daheim mit Ziel und ungefährem ETA abmelden. Über Revierfunkstellen oder DP 07 einen Travel Report (TR) mit ETA absetzen. Bei Schwierigkeiten nicht zögern, die Seenoleitstelle (z.B. in Deutschland das MRCC Bremen, "Bremen Rescue", in Holland "Ijmuiden Rescue" ) zu informieren: Der Mast (und damit die UKW-Antenne) kommt manchmal schneller von oben, als enem lieb ist). Sich auch für küstennahe Gewässer eine EPIRB anschaffen. Not-Antenne, Handnotfunke und Radartransponder griffbereit halten. Wer beim Pinkeln drunten nicht übergemangelt werden will, sollte wenigstens immer (!) einen vernüntigen Radarflektor möglichst hoch oben fahren. Und irgendwann pennt jeder ein.

Und immer das Handy eingeschaltet lassen: Bei den Untersuchungen nach Untergängen wird, wenn es keine Zeugen gibt, auf die Daten der Mobilfunkbetreiber zurückgegriffen. Dort lässt sich bei Empfang klar feststellen, in welcher Funk-Zelle und wann zuletzt ein Signal gesendet wurde.
Aber mal Hand aufs Herz: Kennt jemand Alleinsegler, die das da oben alles beherzigen, wenn sie mal eben oder auch für länger zum Beispiel auf der Ostsee auf Törn gehen?


schlickrutscher (25.05.2009 21:14)
Die Ermittler von der Bundesstelle für Seeunfälle (BSU) haben Bobby Schenk, Weltumsegler und seit 1975 als Prüfer für den DSV tätig, für den Untersuchungsbericht zum Tod zweier Einhandsegler (siehe Seenot/News bei Sailpress) um ein Vorwort zum Thema Einhandsegeln gebeten. Es ist sehr lesenswert - auch für Segler mit "normaler" Crewstärke. Fazit: Immer eine Rettunsgweste tragen und auch das Lifebelt einpicken. Mit anderen Worten: Nicht über Bord fallen. Klingt so banal, aber mehr ist zu dem Thema eigentlich nicht zu sagen. Oder?


Skip09 (04.05.2009 22:25)
Der Tod der beiden Einhandsegler auf der Ostsee (siehe Seenot/News bei Sailpress.com) beweist, wie gefährlich das ist, wenn man die See nicht respektiert. Beide Unfälle sind vermutlich "vor der Haustür" oder zumindest im heimischen Rveier passiert. Und dann ohne Sicherheitsleine an Deck rumgeturnt. Kommentar eigentlich überflüssig. Hat eigentlich jemand Tipps für Einhandsegler?