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So wird das Lobuch geführt

Die Qual der Wahl

* Es gibt im Fachhandel einige unterschiedliche Vordrucke in Buchform. Sogar für Charterer. Wer beamtet ist, hat daran sicher seine helle Freude. Aber es geht nicht alles rein. Schon beim Wetterbericht gibt's meist Platz-Probleme.

* Es reicht völlig eine große Kladde. Möglichst mit durchnumerierten Seiten.

Wer schreibt?

* Mindestens der Skipper. Am besten aber alle mal. Das erhöht den dokumentarischen Charakter. Immer mit Namen oder Kürzel zeichnen.
Streichungen müssen so erfolgen, dass der Original-Eintrag noch lesbar ist. Die Streichung ist namentlich zu kennzeichnen.

Das Vorwort zu jedem Törn

* Angaben zum Törn, Abfahrt und Ziel.

* Angaben zum Schiff: Typ, Besegelung, Name, Funkzeichen, Abrechnungscode, Heimathafen, Flagge, Länge, Breite, Tiefgang, Motor (PS, Verbrauch pro Stunde), Inhalt Wasser- und Treibstofftanks, Anker (Art, Länge der Kette).

* Zahl der Motorstunden

* Loggestand

* Crew, Skipper und Co-Skipper: Alle Herrschaften namentlich auflisten.

So fängt jeder Tag an

* Wetterbeobachtungen, Barometerstand, Windstärke und -richtung, Wolken, Seegang.

* Was wurde gecheckt? Ölstand, Bilge, Keilriemen. (Kann wichtig werden, wenn es zu einem Schaden kommt. Damit kann man nachweisen, dass bestimmte Kontrollen regelmäßig durchgeführt wurden)

So fängt jeder Schlag an

* Zielhafen, Uhrzeit beim Auslaufen, Loggestand (!!), Baro-Stand, Wind und Seegang, Wacheinteilung.

Auf See ist das Logbuch grenzenlos

* Eingetragen werden nur alle tatsächlich gefahrenen Kurse und Geschwindigkeiten. Pflicht ist der Eintrag vom rechtweisenden Kurs (rwK), also der Kartenkurs. Aber lassen wir das Seeamt auch wissen, daß wir mit Beschickungen für Abdrift, Mißweisung und Strom umzugehen wissen. Also ebenfalls eintragen.

* Jeder Eintrag beginnt mit Uhrzeit und Loggestand.

* Navigation gehört unbedingt hinein: Wie wird navigiert (etwa nur mit GPS, wie peinlich...)? Peilungen mit Winkel, Objekt und Uhrzeit eintragen. Mindestens stündlich gehört eine Position mit Länge und Breite ins Logbuch.

* Segelführung ist ebenfalls Pflicht: Was ist oben, wann wird gerefft?

* Windrichtung und -stärke

* Seegang

* Pilsgang

* Stuhlgang

* Warum nicht auch mal nette Beobachtungen oder Dönekes aus dem Bordleben eintragen? Bei mir stand mal nach einem Hacktörn zu lesen: "Ab wann ist Segeln eigentlich verboten?" So schreibt sich jeder den Frust von der Seele. Muss erlaubt sein.

* In einer Kladde die linke Seite frei lassen. Da kann man später die Quittungen vom Hafenmeister, Kneipenrechnungen oder Bilder reinkleben. Für die Crew gibt's hinterher eine Kopie aller Seiten als Erinnerung.

So endet jeder Schlag

* Motorstand, Loggestand, Etmal. Wo und wie in welchem Hafen (Brötchen holen lassen, auf der Tüte steht meist die Adresse vom Bäcker, ha, ha) angelegt.

* Besonderheiten vom Revier und vom Hafen eintragen: Wo gibt's Wasser, Kraftstoff, Proviant, wo kann man gut essen, wo wird man abgezockt, wo lauern Untiefen, neue Wracks?

Und immer dran denken:
Im Seenotfall muss das Logbuch mitgenommen werden.



(c) Q-Visions Media Andrea Quaß