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An Deck

Charteryacht einchecken: der Rumpf

Der Rumpf

Sichtprüfung: Schrammen an Bordwand, Dellen an Fußreling (wenn nicht ordentlich repariert, gibt's bei Lage Wassereinbruch). Schiff abtauchen. Spätestens in der ersten Bucht. Gute Vercharterer lassen bei der Rückgabe Taucher kommen. Und wenn dann Spuren einer Grundberührung gefunden werden, darf man für die Schäden der Vorgänger zahlen.

Haupt-Ankergeschirr: Ab zehn Meter Schiffslänge nix unter 50 bis 70 Meter Kette akzeptieren, sonst bemängeln und eintragen. Sind die Wirbel okay? Befestigung der Kette im Kasten muss mit Bändsel gesichert sein, damit man die Kette im Notfall per Messer abschlagen kann (Schäkel rosten bombenfest), Bändsel okay?, E-Winsch testen, (passender) Hebel für Handbetätigung vorhanden?

Das Rigg

Rund um den Mastfuß auf Risse achten, Schotbefestigung, Lümmelbeschlag und Befestigungen des Baumniederholers genau nach eventuellen Schäden durch Patenthalsen checken. Auf die Winschen steigen und in der Nut, in der die Rutscher laufen, nach oben sehen: Hier dürfen keine Verwindungen zu sehen sein. Wenn schlampig geriggt wurde, droht ein Mastbruch. Wenn kein Spannungsmesser vorhanden, von Hand die Spannung der Stagen und Wanten prüfen (sollten gleichmäßig auf bb und stb sein).

Wenn die Leewanten später auf See bei ordentlich Wind etwas schlabbern, ist das übrigens normal.

Die Wantenschoner anheben und ganz genau die Terminals checken: Sind die (Original-)Splinte und -Bolzen richtig fest oder wurde da mit Draht geflickt? An Wanten und Stagen dürfen keine sichtbaren Knicke oder Beschädigungen sein.

Charteryacht einchecken: die Segel

Ein typisches Charterschiff, weil sehr stabil: Bavaria 38 Cruiser.

Ein typisches Charterschiff, weil sehr stabil: Bavaria 38 Cruiser.

Die Segel

Die Segel komplett setzen. Die Achterlieks, besonders bei Fockreffanlagen, sind Schwachpunkte. Ist das Tuch schon morsch? Nach Rissen im Bereich der Reffkauschen (am Achterliek und am Vorliek, gelle) suchen. Sehr beliebt sind auch tolle Löcher im Bereich der Reffbändsel, weil es immer noch Experten gibt, die beim Reffen auch diese Bändsel schön fest durchsetzen (Was natürlich Blödsinn ist, weil's nix bringt. Um das überflüssige Tuch zu bändigen, reichen - wenn überhaupt - wenige lose Knoten) und beim Ausschütten oder Setzen am nächsten Morgen das eine oder andere oder alle vergessen. Hauruck.....

Leider gibt es auf Charterbooten immer mehr Rollreffanlagen fürs Großsegel: Diese als "familientauglich" angepriesene Rollgroßanlagen haben leider unangenehme Eigenschaften: Entweder man bekommt sie nicht ausgerollt, oder sie lassen sich schon bei ein wenig Wind nicht mehr reffen, oder meist beides. Also: Genau die Funktion erklären lassen und auch die Tricks zur Bedienung.

Sturmsegel oder Ersatzsegel an Bord? Wenn kein Sturmsegel (Fock oder Try) an Bord ist, auf der Checkliste vermerken.

Ja, wo laufen sie denn?

Das laufende Gut: Alle Leinen, Fallen, Strecker und Schoten auf Schwachstellen prüfen. Weil viele Leinen in engen Durchführungen laufen, lässt sich da oft nichts reparieren.

Charteryacht einchecken: Plicht/Cockpit

Die Pflicht in der Plicht

Ruder, Pumpe, Heckanker, Beiboot, Rettungsgerät

Ruder auf Spiel und Freigängigkeit prüfen. Ganz wichtig: Notpinne testen - manchmal passt sie gar nicht oder ist viel zu lang. Rudermechanik- oder -hydraulik sichten. Hydraulik-Ölstand prüfen. Wo wird nachgefüllt? Ist Öl auch Bord? Nach Rissen am Koker suchen, sind alle Bolzen fest und original? Gleich alles wegräumen, was bei Seegang die Mechanik blockieren könnte. Bei mechanischer Radsteuerung Mittelstellung mit Tape markieren.

Handlenzpumpe testen. Ist der Hebel griffbereit? Wo in der Bilge saugt die Pumpe an?

Rettungsinsel: Letzte Wartung? Reißleine MUSS belegt sein

Rettungskragen: Müssen lose in der Halterung hängen. Mindestens einer muss ein Rettungslicht haben: Umdrehen - dann muss es brennen.

Heckanker prüfen. Meist ist der nirgendwo belegt.

Aussenborder an der Reling möglichst nicht testen oder aber nur mal eben anspringen lassen und sofrt wieder abschalten: Der Impeller braucht das Wasser zur Kühlung. Schon 30 Sekunden Trockenlauf lassen ihn verbruzzeln.

Wie ist das Mischungsverhältnis für den Outborder? Aufschreiben!

Es gibt übrigens eine vorgeschriebene Mindestausrüstung, was die Sicherheit angeht. Mehr unter "Vorgeschriebene Notausrüstung".


(c) Q-Visions Media Andrea Quaß